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Verbindungsaufbau

Aktiver Verbindungsaufbau

Zum aktiven Verbindungsaufbau wird das Kommando "ATD" benutzt.

Neben der Telefonnummer können bei einem Verbindungsaufbau im ISDN diverse Parameter eingestellt werden, um Service und verschiedene Übertragungsprotokolle auszuwählen. cFos ist defaultmässig auf Datenübertragung mit X.75 als Ebene 2 Protokoll und transparentem, d.h. nicht vorhandenem, Ebene 3 Protokoll eingestellt. Alle nötigen Parameter können von Hand mit diversen Modem-Registern eingestellt werden, s. dazu modem.txt.
Um die Auswahl der wichtigsten Datenübertragungsprotokolle möglichst einfach zu gestalten, kann man mit AT Befehlen die folgenden Protokolle einstellen:

ATB0:
Datenübertragung mit X.75 und transparentem B3 Protokoll, wobei abweichend vom CAPI-Default die X.75 Windowsize und Framelength auf die Werte gesetzt werden, mit denen cFos geladen wurde (Optionen -w und -b). Der Additional Service Indicator wird auf 0 gesetzt.
Hinweis: Dies ist als Standard weit verbreitet.
ATB1:
Datenübertragung mit V.110 und transparentem B2/B3 Protokoll, 38400, 8, n, 1, asynchron. Der Additional Service Indicator wird auf 64 (40 hex) gesetzt.
Achtung: Die Protokoll-Signalisierung funktioniert nur innerhalb 'homogener' ISDN-Netze, z.B. von 1.TR.6 nach 1.TR.6 oder von DSS1 nach DSS1.
ATB2:
Datenübertragung mit V.110 und transparentem B2/B3 Protokoll, 19200, 8, n, 1, asynchron. Der Additional Service Indicator wird auf 199 (C7 hex) gesetzt.
ATB3:
Wie "ATB0", aber mit Teles-Channel-Bundling (128 kbps). Dieses Kommando unterstützt nur TELES-Channel-Bundling, nicht das cFos Channel-Bundling, welches mit "AT&Bn" aktiviert wird. "ATB3" ist nur dann verfügbar, wenn das BUNDLE Modul geladen wurde.
ATB4:
ELINK Mode - Datenübertragung mit X.75 und transparentem B3 Protokoll, wobei abweichend vom CAPI-Default die X.75 Windowsize auf 7 und die Framelength auf 256 Bytes gesetzt wird, falls cFos mit mindestens -b256 geladen wurde. Andernfalls liefert "ATB4" einen "ERROR". Der Additional Service Indicator wird auf 146 gesetzt.
Achtung: Die Protokoll-Signalisierung funktioniert nur innerhalb 'homogener' ISDN-Netze, z.B. von 1.TR.6 nach 1.TR.6 oder von DSS1 nach DSS1.
ATB5:
BTX Mode - BTX ist eine Variante des X.75 Protokolls mit Window-Size 7, daher sollte cFos mit -w7 geladen worden sein.
ATB6:
Wie "ATB5", mit dem Unterschied, daß direkt nach Verbindungsaufbau die Sequenz geschickt wird, mit der BTX in den VT-100 Modus übergeht.
ATB7:
Analoges Modem mit maximaler Geschwindigkeit, falls dies von der ISDN-Karte unterstützt wird.
ATB8:
Internet, synchroner PPP Modus entsprechend RFC 1662. HDLC wird als B2 Protokoll verwendet. Die MRU sollte maximal auf 1500 Bytes eingestellt werden.
Hinweis:ATB8 ist äquivalent mit ATB40 beim ZyXEL 2864I Modem.
ATB9:
CompuServe via BTX.
ATB10:
V.110 asynchron, 9600 bps, 8, n, 1. Dies kann nützlich sein zum Zugang zu Mobilfunk-Modems oder Datex-P Gateways.
ATB11:
V.110 asynchron, 9600 bps, 7, n, 1. Wird manchmal ebenfalls von Daten-P Gateways verwendet.
ATB12:
V.120. Dies wird in den USA oft verwendet.
ATB13:
X.31. genauere Infos hier.
ATB14:
Anruf, um eine Gegenstelle aus der Ferne zu konfigurieren. [PRO]
ATB15:
X.31. Synchrones PPP over X.31 mit more-data Bit support.
 

Wir empfehlen, diese AT Befehle für den Verbindungsaufbau zu benutzen. Man kann aber auch den Verbindungsaufbau durch Setzen der einzelnen Register für spezielle Anwendungen anders einstellen. Hier ein paar Register:

S16/17:
Einstellung der Diensterkennung. Für CAPI 2.0 werden hieraus die Signalisierungswerte BC, LLC und HLC generiert. Beispiele: "S16=7 S17=0" ist für Datenübertragung mit X.75 oder HDLC vorgesehen. "S16=1 S17=1" signalisiert Telefonie.
S100-S102:
(CAPI 2.0) Verwendete B-Protokolle, s. modem.txt
S22-S37:
Parameter für die B-Protokolle
S40:
Controller Nummer. Damit kann man einstellen, mit welcher (von mehreren) ISDN-Karten man anrufen möchte.
S44:
Modus für Analog-Anrufe: 0=Voice, 1=Modem, 2=Fax
S103-S106, S111-S113:
Weitere CAPI 2.0 Protokoll-Parameter
&S0-&S2:
CAPI 2.0 Signalisierungselemente. Diese kann man gemäß ETS 300 102 einstellen. Normalerweise generiert diese aber gemäß S16/S17 selbst.

Wir empfehlen einen ausführlichen Blick in modem.txt zu werfen. Dort gibt es über 100 Register, mit denen man jede Menge Feinheiten und Zusatzfunktionen einstellen kann.

 
 

Für CAPI 2.0 muß man MSNs bzw. Subaddresses konfigurieren, s. dazu /cfos-professional/subadd.htm. Genaueres wird im Kapitel "Passiver Verbindungsaufbau" erklärt.

Passiver Verbindungsaufbau

Beim passiven Verbindungsaufbau wartet cFos auf einen Anruf auf einer oder mehreren bestimmten MSNs bzw. EAZs mit bestimmten Dienstmerkmalen (Datendienst, Telephonie, ...). Dazu muss man zunächst dem CAPI durch Setzen der "CIP Mask", Register S107/S108 (CAPI 2.0) mitteilen auf welche ISDN Dienstmerkmale es 'hören' soll.
Die Dienstmerkmale stellt man z.B. mit "ATS107=<bitmuster>" ein.
Bit 2 aktiviert beispielsweise eingehende Rufe mit Diensterkennung "Datenübertragung".
Bit 1 und Bit 4 aktivieren Rufe für "Telefondienst".
Diese beiden Services kann man auch mit "AT&I..." setzen, "A" für analog, "D" für Datenübertragung (also z.B. "AT&IAD", um auf beides zu hören).
cFos ist standardmäßig so eingestellt, daß es auf "Datenübertragung" hört.

Für die Einstellung der MSNs s. /cfos-professional/subadd.htm. Einige Telefonanlagen erlauben nur dann Verbindungen, wenn man sich mit der korrekten MSN meldet. Daher unbedingt mindestens eine (ohne Vorwahlen) einstellen: "AT&A0=<msn>".

Bei eingehenden Rufen mit Dienstkennung "Telefonie" wählt cFos als B2-Protokoll "Bittransparent" und als B3-Protokoll "Transparent". Somit bekommt man einen Datenstrom von 8000 cps mit digitalisierten Analog-Samples. Defaultmässig ist aber nur "Datenübertragung" als Service aktiviert.

Bei eingehenden Rufen mit Dienstkennung "Datenübertragung" hat cFos aufgrund des Designs des CAPI nur die Möglichkeit, bei CAPI 2.0 anhand von BC, LLC und HLC Signalisierungselementen die Übertragungs-Protokolle auszuwählen. Eine nachträgliche automatische Änderung des Protokolls ist nicht möglich. Deshalb können im Gegensatz zur herkömmlichen Modems die gewünschten Protokolle nicht nach dem Aufbau der Verbindung ausgehandelt werden. Daher kann man mittels "ATS76=1" auch einstellen, daß cFos, falls keine Signalisierungselemente vorhanden sind, immer die Protokolle zur Rufannahme benutzt, die man für abgehende Rufe eingestellt hat. Mit AT S76=2 werden diese Protokolle sogar benutzt, obwohl Signalisierungselemente vorhanden sind.

Für V.110, 38400 bps, asynchron sind keine offiziellen Signalisierungselemente vorgesehen. cFos kennt aber für CAPI 2.0 Ersatzwerte, die benutzt werden können und die meistens auch von Netz übertragen werden. Falls nicht, kann man diese Protokollwahl mittels "ATB1 S76=1" forcieren.