» cFos IPv6 Link Dokumentation

Documentation Index

IPv6 Link function diagram

Features auf einen Blick

  • IPv6 Einwahltreiber für Windows
  • Automatisches Routing und Adress-Konfiguration
  • IPv4 <-> IPv6 DNS mapping
  • DHCPv6 Stateful, Stateless, Prefix Delegation
  • High-speed, 10x schneller als der Windows Vista Treiber
  • Konfigurierbare DHCP DUID
  • VLAN Unterstützung
  • NAT46 für IPv4-beschränkte Anwendungen

Was ist cFos IPv6 Link?

Verbindung mit dem neuen IPv6 Netz

cFos IPv6 Link ermöglicht die Einwahl ins IPv6 unter Windows XP und Vista.

cFos IPv6 Link installieren, Wählverbindung zum IPv6 Internet Provider konfigurieren, fertig. cFos IPv6 Link wählt sich nicht nur ins IPv6 ein, sondern sorgt außerdem für die automatische Konfiguration des Routing, sowie der IP- und DNS-Adressen.

Unter XP mapped cFos IPv6 Link zudem IPv4 basierte DNS Anfragen von IPv6 Adressen.

cFos IPv6 Link ist schnell. Wie schon cFos Broadband Connect erreicht es wesentlich höheren Durchsatz als der unter XP/Vista mitgelieferte PPPoE Treiber (einen entsprechend schnellen Anschluss vorausgesetzt).

Beim Laden führt cFos IPv6 Link eine automatische Erkennung der mit der Netzwerkkarte verbundenen Geräte durch und schaltet automatisch in einen der folgenden Modi:

  • Router-Modus: Erkennt cFos IPv6 Link einen Router bzw. DHCPv6 Server, nutzt cFos IPv6 Link diesen, um Daten ins Internet zu routen.
  • Einwahl-Modus: Erkennt cFos IPv6 Link einen PPPoE Breitbandknoten, baut es bei Bedarf selbstständig über die Netzwerkkarte eine PPP/PPPoE-Verbindung zum Internet-Provider auf.
  • Mixed-Mode: Erkennt cFos IPv6 Link an der Netzwerkkarte (unabhängig von IPv6 Router oder PPPoE) einen DHCPv4 Server/IPv4 Router, leitet cFos IPv6 Link allen IPv4 Traffic an diesen weiter.

Dies ermöglicht gleichzeitige Nutzung von IPv4 und IPv6. Da Windows zuerst DNS Anfragen für IPv6 verschickt und nur dann IPv4 nutzt, wenn es keine IPv6 Adresse findet, werden alle im IPv6 verfügbaren Ziele bevorzugt genutzt. IPv4 ist dann ein Fallback, falls die gesuchte Adresse noch nicht im IPv6 verfügbar ist.

Mixed Mode ist z.B. mit vielen Routern möglich, die "PPPoE Passthrough" unterstützen, z.B. die Speedport Geräte. Dann kann der IPv4 Traffic wie gewohnt vom NAT Router übernommen werden, während IPv6 über die PPPoE Strecke zu einem IPv6 Internet-Provider geleitet wird.


Die Technik:

cFos IPv6 Link setzt auf einer bestehenden Netwerkverbindung über Router oder PPPoE auf und erlaubt die Einwahl und den Betrieb von IPv6 unter Windows XP und Vista. cFos IPv6 Link kann sich über ein DSL-Modem oder einen Router mit PPPoE Passthrough (z.B. Speedport) mittels PPPoE ins IPv4 und IPv6 Internet einwählen.


Vorteile von cFos IPv6 Link

   XP  Vista
Windows 7
Virtueller
Router / IPv6 DNS Anfragen
Ja Nein
IPv6 PPP Einwahl Ja Nein
automatische Routing Konfiguration Ja Ja
IPv6 Default-Route Ja Ja
automatische DNS Server Konfiguration Ja Ja
DHCPv6 Prefix Delegation Ja Ja
Policy Table Updates Ja Ja
NAT46 für IPv4-beschränkte Anwendungen Ja Ja


cFos IPv6 Link enthält folgende Komponenten:

  • PPPoE
  • PPP IPv4/IPv6
  • IPv6 Neighbor discovery (ND) + DAD
  • IPv6 Router Advertisement
  • IPv6 DHCP (DHCPv6) statefull & stateless
  • IPv4 DHCP
  • IPv4 <-> IPv6 DNS Mapping
  • IPv6 Router Solicitation mit ISP
  • DHCPv6 mit ISP

Optionale Ermittlung der Konfigurationsdaten des ISP. Mittels IPv6 Router Solicitation und DHCPv6 kann cFos IPv6 Link die vom Internet Provider zugeteilten Parameter, wie IPv6 Adresss-Prefix, DNS Adressen, etc. automatisch ermitteln.


Flexibleres Ermitteln der IPv6 Parameter / DHCPv6 Prefix Delegation:

Optionale Ermittlung der Konfigurationsdaten des ISP. Mittels IPv6 Router Solicitation und DHCPv6 kann cFos IPv6 Link die vom Internet Provider zugeteilten Parameter, wie IPv6 Adresss-Prefix, DNS Adressen, etc. automatisch ermitteln.

cFos IPv6 Link spricht jetzt auch zum Netz DHCPv6. Dadurch kann cFos IPv6 Link den IPv6 Prefix nicht nur durch das Router Advertisement ermitteln, sondern durch DHCPv6 Prefix Delegation. Getestet haben wir dies unter anderem mit einem Cisco Router. ISPs können in Verbindung mit cFos IPv6 Link nun auch die von Cisco propagierte DHCPv6 Prefix Delegation nutzen.

cFos IPv6 Link kann neben der DNS Server Option im Router dvertisement auch DNS-Server Adressen über DHCPv6 beziehen. Im Mixed Mode werden zusätzlich auch IPv4 DNS Adressen mit verwendet. Damit nutzt cFos IPv6 Link sämtliche erdenklichen Arten auf DNS-Server zuzugreifen, ohne dass manuelle Konfiguration seitens des Nutzers nötig wäre.

cFos IPv6 Link enthält umfangreiche Logging und Tracing Fähigkeiten, die gerade in der Anfangsphase von IPv6 wichtige Diagnose-Möglichkeiten bieten. cFos IPv6 Link kann z.B. Wireshark kompatible Trace-Dateien erzeugen.


Delegation of the Framed IPv6 Prefix from RADIUS Server to
cFos IPv6 Link
Delegation of the "Framed IPv6 Prefix" from RADIUS Server to cFos IPv6 Link

cFos IPv6 Link mit DSL und anderen Breitband-Konfigurationen

cFos IPv6 Link interpretiert mehrere Prefixe und DHCPv6-Prefix-Delegation wie folgt:

Falls cFos IPv6 Link mehrere IPv6-Router mit unterschiedlichen Prefixen erkennt, sendet es die Pakete jeweils zu dem Router mit dem längsten Prefix-Match mit der Source-Adresse.

Prefixe kürzer als 64 bit von einem DHCPv6 Server oder Router werden an Windows weitergegeben, um einer möglichen Windows-Routersoftware zu erlauben, darauf Subnetze zu generieren und an nachfolgende Geräte 64-bit-Prefixe zuzuteilen. Falls cFos IPv6 Link nur Prefixe kürzer als 64 bit erhält, wird einer auf 64 bit verlängert indem entsprechend viele Nullen eingefügt werden.

cFos IPv6 Link kann auf diese Weise Prefixkonfigurationen mit DHCPv6 und RADIUS-Servern verarbeiten. Sogenannte "Frames IPv6"-Prefixe werden in Router Advertisements erwartet und "Delegated"-Prefixe in DHCPv6 Server-Antworten, siehe RFC 3162 und RFC 4818.


Entsprechende RFC:

RFC 2464 Übertragung von IPv6 Paketen über Ethernetnetzwerke
RFC 3162 RADIUS und IPv6
RFC 3315 Dynamic Host Konfigurationsprotokoll für IPv6 (DHCPv6)
RFC 3484 Default Address Selection für Internetprotokoll Version 6 (IPv6)
RFC 3587 IPv6 Global Unicast Adressformat
RFC 3633 IPv6 Prefix Optionen für Dynamic Host Konfigurationsprotokoll(DHCP) Version 6
RFC 3646 DNS Konfigurationsoptionen für Dynamic Host Konfigurationsprotokoll für IPv6 (DHCPv6)
RFC 3736 Stateless Dynamic Host Konfigurationsprotokoll (DHCP) Service für IPv6
RFC 4193 Unique Local IPv6 Unicastadressen
RFC 4429 Optimistic Duplicate Address Detection (DAD) für IPv6
RFC 4443 Internet Control Message Protokoll (ICMPv6) für das Internetprotokoll Version 6 (IPv6) Spezifikation
RFC 4472 Operationelle Überlegungen und Probleme mit IPv6 DNS
RFC 4818 RADIUS Delegated-IPv6-Prefix Attribute
RFC 4861 Neighbor Discovery für IP Version 6 (IPv6)
RFC 4862 IPv6 Stateless Address Autokonfiguration
RFC 5006 IPv6 Router Advertisement Option für DNS Konfiguration
RFC 5072 IP Version 6 über PPP
RFC 5175 IPv6 Router Advertisement Flags Option
RFC 5220 Problem Statement für Default Address Selection in Multi-Prefix Environments
RFC 5221 Vorraussetzungen für Address Selection Mechanisms
RFC 5453 Reserved IPv6 Interface Identifiers
draft: http://tools.ietf.org/html/draft-fujisaki-dhc-addr-select-opt-08


Systemvoraussetzungen

  • Windows XP / Windows Vista / Windows 7
  • 32bit / 64bit (x64)
  • IPv4 und/oder IPv6 Router oder DSL Kabelmodem (PPPoE)

Dokumentation

Parameter von cfos6link.ini, section [param]:

   func_trace     0            logging level, 0=minimum, 1=alle Funktionen ausser Datenübertragung,
                               2=zusätzlich noch Datenübertragung
   dump_unknown_frames 1       1=unbekannte PPPoE Frames in Log trace.txt schreiben, 0=deaktiviert
   allow_mixed_mode            1 = IPv4 passthrough erlauben falls DHCPv4 erkannt (default), 0 = deaktivieren
   keep_ppinfo                 1 = NDIS per packet info mit jedem Paket senden, 0 = deaktiveren (default)
   check_traffic               1 = prüfen ob Pakete zum/vom Netz erkaubt sind (default), 0 = alle Pakete senden
   default_use_ipv4            Default-Wert für use_ipv4 in connections.ini (default 0 = nicht erlaubt)
   default_use_ipv6            Default-Wert für use_ipv6 in connections.ini (default 1 = erlaubt)
   ipv4_mcast_is_unicast       1 = alle IPv4 multicast (Class D Netz) Pakete als unicast behandeln,
                               0 = als multicast behandeln (default)

Passthrough-Modus, section [passthrough]:

   adapter1=substr
   adapter1=substr
   .
   .
   adapterN=substr
   Falls die Adapter-Beschreibung 'substr' enhält, werden die Daten für diesen Adapter ignoriert (passthrough mode).

Format der Rufnummer:

   Parameter können in beliebiger Reihenfolge gesetzt werden, z.B.:

   d\aidx=x\serv=x\h=x\ac=x\to=x\tr=x\prio=x\vlan=x

   Parameter:     Default:     Bedeutung:

   d                           beliebige Ziffer, ignoriert
   aidx=x         -1           -1=auto-detect, 0..n=PPPoE für Netzwerkadapter x
                               (adapter index wie in registry gespeichert)
   serv=name                   Service Name, der bei ausgehendem PPPoE angefordert wird
   h=1 oder h=0    1           an- / ausschalten der Verwendung des host_unique tags (1 = anschalten)
   ac=name                     string, kann verwendet werden um die PPPoE Aushandlung auf einen
                               bestimmten AC zu beschränken. name muss ein Substring des AC Namens sein.
   to=x           2000         initial timeout für PPPoE ausgehend:  timeout in ms für Serverantworten
   tr             3            Anzahl der Wiederholungen bei timeout
   prio=x                      VLAN Paket Priorität setzen (Werte: 0-7)
   vlan=x                      VLAN ID

Verbindungsparameter in connections.ini:

   enabled            0=deaktiviert, 1=wähle immer wenn Verbindung benötigt
   dial_string        siehe 'Format der Rufnummer'
   user_name          Benutzername
   password           verschlüsseltes Passwort, verwende setup um Passwort einzugeben
   mru                PPP Maximum Receive Unit, default 1492
   use_ipv4           0=deaktiviert, 1=verwende IPv4 Konnektivität
   use_ipv6           0=deaktiviert, 1=verwende IPv6 Konnektivität
   ipv6_prefix        IPv6 Provider prefix, muss immer 64bit sein, z.B. 1111:2222:3333:4444/64
   idle_timeout       Anzahl der Sekunden der Inaktivität nach der die Verbindung geschlossen wird,
                        default is 0=immer an
   ipv4_router_addr   IPv4 private Router Adresse für IPv4 DHCP, Subnetzmaske ist immer 255.255.255.0.
                          default-Wert ist 192.168.42.1.
   ipv6_dns1          volle 128 bit IPv6 DNS Adresse
   ipv6_dns2          volle 128 bit IPv6 DNS Adresse

  Policy Table Anpassungen und NAT46


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